Stamm Sigena jagt Mister X

Ein Fahndungsfoto und ein ungefährer Aufenthaltsort innerhalb der Zone 100 und 200 des Nürnberger Verkehrsnetzes. Das waren die spärlichen Informationen, mit denen sich 7 Gruppen auf die Jagd nach Mister X begaben.

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Bevor die Mr. X-Jagd begann, erhielten die Agenten ein genaues Briefing über ihre Mission.

Bei der Familienaktion des Stammes Sigena starteten am 21. April 2018 drei Elterngruppen, zwei Jungpfadfinder- und zwei Wölflingsgruppen samt Meutenführern. Die Ranger/ Rover übernahmen das WhatsApp-Kommando. Sie hatten kurzerhand das Stammesheim am Wöhrder See zur Scoutland Yard Ermittlerzentrale umfunktioniert.

Die überraschend junge Person auf dem Fahndungsfoto war den Agenten gänzlich unbekannt, nur von hinten zu sehen mit schwarzem Hut, schwarzen Mantel und großem X auf dem Rücken. Aber irgendwo musste sie doch aufzutreiben sein in Bus oder Bahn. Nach 45 Minuten hatten sich die Gruppen verteilt, wie der WhatsApp-Nachricht der Zentrale zu entnehmen war: „Mr X: Thon via Straßenbahn 001 Dürrenhof 002 Maxfeld 003 Schoppershof 004 Plärrer 005 Rathenauplatz 006 Maxfeld 007 Rathenauplatz.“ Nur alle 45 Minuten gab die Ermittlerzentrale Hinweise, wo Mr X zuletzt gesehen worden war. Danach mussten die Agenten mit Hinweisen auf die benutzten Verkehrsmittel mutmaßen, welche Richtung er eingeschlagen hatte. Ganz so wie auf dem Brettspiel Scotland Yard, das für die Spielidee Pate steht. Umso weiter die Zeit fortschritt, umso mehr tauschten sich die Gruppen aus, um mit taktischen Spielzügen den Gejagten einzukesseln.

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Einmal Agent auf Mr. X-Jagd und für immer Orientierung im Nürnberger VGN-Netz.

Doch sie hatten es mit einem besonders gewieften Mr X zu tun. Zwei Stunden reichten nicht aus, um ihm mit sieben Gruppen aufzulauern. Die Zentrale verlängerte die Jagd um 30 Minuten. Um 18.09 Uhr ertönte es in der Bessemer Straße im Bus 46 laut: „Ertappt“. Beim Wechsel von der Linie 45 in die Linie 46 war Mr X ins Netz gegangen. Um 18.13 ging bei allen die Sprachnachricht von Gruppe 003 ein: Wir haben ihn!

Alle Gruppen machten sich auf den Rückweg voll Neugier, wen sie eigentlich gejagt hatten. Die Überraschung war groß: Mister X war ein zehnjähriger VGN-Fan – ganz wie die römische Zahl X sagt. Ihm kann beim VGN-Netzplan niemand ein X für ein U vormachen. Und so hat er mal eben locker 35 Agenten für Stunden auf Trapp gehalten.

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Soooo viele Ermittler haben unseren Mister X (mittig mit weißem T-Shirt) quer durch das VGN-Netz gesucht.

In der Mr X Ermittlerzentrale erhielten die Agenten und Mr X eine ordentliche Stärkung nach der sonnigen und schweißtreibenden Jagd. Sie ließen den Abend gemütlich singend am Lagerfeuer ausklingen.

Kyra Berger

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